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Fertigung
Durch Verfahrens- und Arbeitsanweisungen sowie den einzelnen Rezepturen
wird die Herstellung des Nußnougats genaustens festgelegt. Durch
diese, vom Qualitäts-management vorgegebene Vorgehensweise ist eine
gleichbleibend gute Qualität und eine Produktion unter beherrschten
Bedingungen sichergestellt.
Der
Fertigungsprozess
Alles
beginnt im Rohwarenlager
Im Lager der Trockenfrüchte, dem Lager für Haselnußkerne, Aprikosenkerne
und Mandeln beginnt der Herstellungsprozess des Nougats. Hier werden
die rohen Haselnußkerne dem Produktionsprozess zugeführt.
Die Haselnußkerne werden per Hand aus den Säcken in Becherwerke
gefüllt. Auf dem Weg zu den etwa eine Tonne fassenden Silos laufen
die Kerne über ein Gebläse und einen Magneten, um sie von Fremdkörpern
wie Metall oder ähnlichem und Staub zu befreien.
Rösten für den Geschmack
Über ein Fördersystem werden die Haselnußkerne in die Rösterei transportiert.
In den dortigen Silos werden die Kerne aufbewahrt, bis sie je nach
Bedarf bzw. Produktionsplan in den Röster geleitet werden. Eine
Charge umfasst hier ca. 230-250 kg. Die Kerne werden bei einer Temperatur
von 150-180°C für eine Dauer von 18-20 min geröstet. Temperatur
und Röstzeit ergeben den jeweiligen Röstgrad der Nüsse und somit
auch die Intensität des Geschmacks. Je mehr eine Nuß geröstet wurde
und je höher die Temperatur, desto intensiver ist der Röstgeschmack.
Nach Erreichen des gewünschten Röstgrades wird die Charge in ein
Kühlschiff geleitet und verbleibt dort für 15-20 Minuten. Hierdurch
wird die Ware abgekühlt und die Samenhäutchen lösen sich durch die
Reibung der Kerne aneinander. Die Röstung hat neben der Geschmacksentwicklung
aber noch einen weiteren positiven Effekt: Die Gefahr mikrobiologischer
Risiken wird minimiert.
Herstellung
von Haselnußpaste
Mittels Wagen gelangen die gerösteten Haselnußkerne von der Rösterei
in die Nougatabteilung. Hier werden sie je nach Bedarf in die Mühle
eingefüllt. Dieses Vermahlungssystem zerreibt die Kerne zu einer
feinen Paste, die dann vermischt mit Lecithin dem Produktionsprozess
zur Verfügung steht. Dies ist nötig, da das Endprodukt eine sehr
feine Konsistenz und einen zarten Schmelz aufweisen soll. Weiterhin
wird Nußgrieß in einem Krokantröster geröstet, er ist verantwortlich
für den intensiven Nußgeschmack des Nougats.
Die
Herstellung des Nougats
Sind diese Vorbereitungen getroffen, kann der eigentliche Herstellungsprozess
beginnen. Vorbereitend wird Zucker in der Zuckermühle zu Puderzucker
verarbeitet. Währenddessen werden die Zutaten für den Mischkneter
verwogen. Hierbei handelt es sich zuerst einmal um alle festen Bestandteile
der Nougatmasse, also Kakaobutter, Sojafett, Kuvertüre, Vanillin
und Milchpulver. Hierbei kommt der Kakaobutter eine besondere Bedeutung
zu: Sie sichert die Konsistenz und die Festigkeit besonders bei
schnittfesten Massen auch während der Verarbeitung, denn sie gilt
als die bindende, umschließende Komponente für die fettfreien Anteile
der Masse. Darüber hinaus ist das Fett der Aromaträger, die Geschmacksnoten
werden in großem Maße durch die Kakaobutter erzielt. Die vorgefertigte
Nußpaste wird mittels einer Pumpe mit gleichzeitiger Verwiegung
in den Mischknter gegeben, der Puderzucker gelangt über eine Förderschnecke
in den Kneter. Alle anderen vorher abgewogenen Zutaten werden dem
Mischkneter dann zugeführt. Diese Zutaten werden jetzt ca. 8-12
Minuten vermischt. Danach gelangt die Masse über ein Förderband
in das Walzwerk. Das Walzen ist notwendig, um die Feinheit und damit
den feinen Schmelz des Nougats zu erhalten. Im nächsten Schritt
wird die gewalzte Masse in einen Kneter eingefüllt. Hier werden
jetzt die laut Rezeptur noch fehlenden, flüssigen Zutaten manuell
zugefügt. Es erfolgt eine weitere Vermischung für ca. 15 Minuten.
Nach Ablauf dieser Zeit ist die Masse homogen, d.h. alle Zutaten
sind gleichmäßig miteinander vermischt worden. Die Nougatmasse kann
nun über eine Temperieranlage abgelassen werden. Zu diesem Zwecke
wurde die Anlage vorher auf die in der Rezeptur vorgegebene Ablaßtemperatur
aufgeheizt. Dieses ist notwendig, da die Konsistenz von Masse zu
Masse, resultierend aus den Rezepturen unterschiedlich ist. Eine
festere Masse z.B. braucht eine höhere Ablaßtemperatur, denn je
höher diese ist um so flüssiger wird die Masse. Die temperierte
Masse wird nun in diese vorbereiteten Kartons eingewogen und gleich
anschließend in den Kühlraum geschoben. Dies ist notwendig um die
Masse zum Erstarren zu bringen und sie palettieren und transportieren
zu können. In diesem Kühlraum verbleibt sie wieder je nach Rezeptur
3,5-4 Stunden.
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