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Die Haselnuss ist eine Frucht des wildwachsenden und in zahlreichen
Zuchtformen kultivierten Haselstrauches. Haselsträucher sind weit
verbreitet, man kann sie bis in den Hohen Norden von Norwegen finden.
Auch in Deutschland ist er ein guter Bekannter in vielen Gärten.
Sein lateinischer Name ist " Coryllus avellana".
Der Haselstrauch gehört botanisch zur Familie der Birkengewächse,
in die Reihe der Buchengewächse und bildet eine eigene Gattung.
Relativ bedürfnislos ist der wilde Haselstrauch, jedoch bestimmte
Sorten haben ihre Anforderungen an das Klima. Diese Anforderungen
werden nur in wenigen, oft eng begrenzten Gebieten erfüllt. Tiefe,
feuchtigkeitshaltende Böden sind günstig. Sie bedürfen einer häufigen
Feuchtigkeitszufuhr durch Regen, da sie die Nässe nicht stauen.
Die Hauptanbaugebiete liegen daher am Meer, wie in der Türkei oder
Spanien, oder im Einfluß des Meeresklimas, wie in Italien, Aserbaidschan
und der USA. Der Haselstrauch ist relativ pflegeleicht. In der Türkei
gilt sogar der Satz: "Haselnussanbau macht faul". Die Vermehrung
geschieht durch Stecklinge. Erste Erträge gibt es nach drei bis
fünf Jahren. Die jungen Schößlinge müssen ständig vom alten Holz
und Unkraut befreit sein, gut gedüngt, um schon früh einen guten
Ertrag zu sichern. Schädlingsbekämpfung ist nur in einem geringen
Rahmen nötig, aber längst nicht so aufwendig wie bei anderen Obstsorten.
Die Erntemengen hängen weitgehend vom Alter der Bäume, von der Bestäubung,
ausreichender Wasserzufuhr und vom Boden ab.
Das bedeutendste Anbaugebiet für Haselnusskerne ist die Schwarzmeerküste
in der Türkei vom Ort Rize beginnend bis zum Gebiet Akcakoca ca.
150 km vor Istanbul. Nur hier herrschen die notwendigen Wetterbedingungen.
Es ist im Sommer schwülwarm und im Winter naßkalt, außerdem regnet
es 11 Monate im Jahr. In diesem Gebiet wird die weitaus größte Menge
an Haselnüssen geerntet. Der nächste bedeutende Produzent für Haselnüsse
ist Italien. Das Anbaugebiet liegt zwischen dem Golf von Saterno
und dem Vesuv, auf Sizilien und in dem Gebiet von Rom und Piemont.
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